Selmsdorf, Deutschland

Mahnmal gegen das Vergessen

 
Das Dorf der Gemeinde Selmsdorf lag nur wenige Hundert Meter von der innerdeutschen Grenze entfernt. Nur Personen mit einem besonderen Passierschein durften es besuchen. Das westliche Ufer der Trave war zwar in Sichtweite, doch durch Sperren und Stacheldraht war es unerreichbar. Klaus Buchin, der familiäre Wurzeln in Teschow hat, stellte 2010 hier als „Mahnmal gegen das Vergessen“ Betonelemente einer Grenzmauer auf, die bis zur Wiedervereinigung das unweit von Wolfsburg gelegene Dorf Böckwitz-Zicherie trennte. Seit dem Fall der Mauer engagiert sich Buchin im Projekt „Lebensstreifen/ Grünes Band“, das die Region beiderseits der ehemaligen innerdeutschen Grenze als ein lebendiges Denk- und Mahnmal für Frieden und Versöhnung – auch mit der Natur – versteht. Für das Engagement wurden er und das Projekt mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Naturschutzpreis „Goldene Natur“ geehrt.

Kontakt

Ereignisse

2010 - Einweihung
Einweihung des Mahnmals gegen das Vergessen

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Ja
  • Standort: neben der alten Schule
  • Stadt: Selmsdorf
  • Ortsteil: Teschow
  • Gebiet: Mecklenburg-Vorpommern
  • Land: Deutschland