Straufhain, Deutschland

Zweiländermuseum Rodachtal

 
Auf Initiative der Gemeinde wurde nach jahrelangen Vorbereitungen anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls am 8. November 2009 ein Zweiländermuseum eröffnet. Es befindet sich in den Streufdorfer Kemenaten, der besterhaltenen mittelalterlichen Wehranlage in Südthüringen. Es handelt sich um ein Regionalmuseum zur Geschichte der thüringisch-fränkischen Grenzregion im 20. Jahrhundert, das die regionale Geschichte eingeordnet in die politischen Zusammenhänge der Zeit einordnet. Von den Anfängen der Industrialisierung um 1900 über die unterschiedlichen Entwicklungen von Stadt und Dorf bis hin zur deutschen Wiedervereinigung wird das Leben in einer Grenzregion Rodachtal beleuchtet. Der Wiedervereinigung Deutschlands widmet das Museum einen eigenen Themenbereich mit dem Titel „Friedliche Revolution - Grenzöffnung 1989“. Der Ausstellungsteil über die deutsche Teilung unter dem Titel „Ein Volk – ein Land – 40 Jahre geteilt“ beinhaltet Erinnerungsstücke, Filmbeiträge und Zeitzeugenberichte. Dargestellt werden neben der regionalen Verflechtungs- und Teilungsgeschichte, Familienbiographien im Schatten des Grenzregimes und die „Aktion Ungeziefer“ von 1952, als Bewohner in Grenznähe zwangsumgesiedelt wurden. Zum Zweiländermuseum gehören außerdem zwölf Stationen auf einer Außenroute im ehemaligen Grenzgebiet, an denen Informationstafeln über die bewegte Geschichte des Streufdorfer Umlandes aufklären. Das Zweiländermuseum Rodachtal ist Teil der Projekte „Mobile Museumspädagogik in Thüringen“ und dem Familien-Brettspiel „Museumsrallye durch Thüringen“.

Kontakt

Zweiländermuseum Rodachtal
neben der Streufdorfer Kirche
98646 Straufhain

Ereignisse

8. November 2009 - Eröffnung
Eröffnung des Zweiländermuseums Rodachtal

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016