Duderstadt, Deutschland

Wiedervereinigungsbrunnen

 
Im Jahr 1992 schrieb die Stadt einen Künstlerwettbewerb für die Gestaltung einer Brunnenskulptur aus. Das Kunstwerk sollte einen Bezug zur Vergangenheit und zu städtischen Traditionen haben. Sieger wurde ein Entwurf von Karl-Henning Seemann. Sein „Wiedervereinigungsbrunnen“ stellt eine männliche und eine weibliche Figur dar, die sich auf einer Kuppel begegnen. Sie berühren sich jedoch nicht, sondern werden von einer nicht sichtbaren Barriere aufgehalten. In ihren Gesichtern und Körpern wird allerdings die Trennlinie fassbar, die zudem zwischen den Figuren durch eine Wasserlinie deutlich wird. Dieser Graben kann als Grenze interpretiert werden. Der Brunnen wurde am 26. April 1994 eingeweiht. Ein Modell der Skulptur ist im Keller des Wismarer Rathauses in einer Vitrine dauerhaft ausgestellt. Kleine Informationstafeln in der Vitrine nehmen Bezug auf die Originalskulptur in Duderstadt und auf Karl-Henning Seemann, der in Wismar geboren und aufgewachsen ist. Ein zweiter Brunnen des Künstlers soll in Duderstadt unter dem Titel „Grenzpfahl-Brunnen“ eine Brücke zum Wiedervereinigungsbrunnen schlagen. Dieser Brunnen wurde 1996 errichtet.

Inschriften

Inschrift der Tafel am Brunnen
(an der Marktstraße)
Wiedervereinigungsbrunnen / Karl-Henning Seemann / 1992–1996 / Zum Gedenken an / den Tag der Deutschen Einheit / 03. Oktober 1990 / Stadt Duderstadt
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

1996 - Einweihung
Einweihung des Grenzpfahl-Brunnens
26. April 1994 - Einweihung
Einweihung des Wiedervereinigungsbrunnens

Literatur

  • Ullrich, Maren: Geteilte Ansichten. Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze, Berlin 2006

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Nein
  • Standort: Marktstraße
  • Stadt: Duderstadt
  • Gebiet: Niedersachsen
  • Land: Deutschland