Überregional, Deutschland
Wanderweg der Deutschen Einheit
Am Vorabend der am 1. Juli 1990 in Kraft tretenden Währungsunion zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland saßen Wanderfreunde aus dem sauerländischen Kierspe und Meinerzhagen mit Wanderern aus dem sächsischen Meißen zusammen. Dabei wurde die Idee geboren, einen Wanderweg quer durch Deutschland zu schaffen. Dieser „Wanderweg der deutschen Einheit“ sollte auf zum Teil bereits bestehende Hauptwanderwege zwischen der östlichsten Stadt Deutschlands, Görlitz, und der westlichsten deutschen Stadt, Aachen, entstehen. Lions Clubs aus Meinzerhagen und Meißen übernahmen zunächst die Schirmherrschaft für den Wanderweg. Am 18. Juli 1992 begaben sich – mit dem damaligen sächsischen FDP-Landtagsabgeordneten Ludwig Martin Rade als Projektinitiator – Menschen in Aachen und in Görlitz gleichzeitig auf Wanderschaft und eröffneten damit den neuen Weg. Die Strecke ist mehr als 1 000 Kilometer lang, führt über zwölf Mittelgebirge und stellt symbolisch auch den Weg zur inneren Einheit Deutschlands dar. Verschiedene Wandervereine sorgten in den Folgejahren für eine Popularisierung des „Wanderweges der deutschen Einheit“. Inzwischen ist er ein anerkannter nationaler Fernwanderweg, der in den einschlägigen Karten verzeichnet ist.
Literatur
- Rade, Ludwig M.: Wanderweg der Deutschen Einheit, 2. Aufl., Dresden 1998
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort:
- Stadt: Überregional
- Gebiet: Überregional
- Land: Deutschland
