Kirchenlamitz, Deutschland

Wachsendes Denkmal für die deutsche Einheit

 
Zwischen 2017 und 2021 führte die Stadt Kirchenlamitz als Bauherrin in enger Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft Niederlamitz eine Dorfsanierung durch, in deren Zug auch eine Umgestaltung des sogenannten Hammerareals stattfand. Von Beginn an wurde die von Werner Erhardt aus der nahe gelegenen Kreisstadt Wunsiedel entwickelte und von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. geförderte Idee zur Pflanzung eines wachsenden Baumdenkmals in die Planungen einbezogen. Die 2012 im Rahmen eins Bürgerdialogs präsentierte Idee, drei Bäume als Symbol für das Zusammenwachsen des wiedervereinigten Deutschlands zu pflanzen, setzten seitdem Hunderte Gemeinden um. Auf immer gleiche Weise wird in den Westen weisend eine Buche als Zeichen für die alte Bundesrepublik angebracht. Östlich davon befindet sich eine Kiefer, die – als häufigste in den „neuen“ Bundesländern vorkommende Baumart – die ehemalige DDR symbolisieren soll. Den beiden gegenüber steht schließlich eine Eiche, die das wiedervereinigte Deutschland repräsentieren soll. Auch in Niederlamitz wurde 2019 diese Anordnung bei der Pflanzung eingehalten. Da die Kiefer jedoch nicht anwuchs, musste sie einige Zeit später durch einen neuen Setzling ausgetauscht werden. Seit 2020 befindet sich in der Mitte des wachsenden Baumdenkmals außerdem eine in Handarbeit gestaltete Skulptur des Künstlers Makoto Fujiwara. Das etwa fünf Tonnen schwere quaderförmige Werk aus schwarzem Labrador wurde von der ehemaligen Natursteinfirma Reul AG gefertigt und von der Firma Schweinle Immobilien zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der feierlichen Enthüllungszeremonie des Gesamtareals am 14. Mai 2022 weihte Werner Erhardt persönlich das Baumdenkmal ein.

Ereignisse

2019 - Einweihung
Einweihung des wachsenden Denkmals für die deutsche Einheit
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Nein
  • Standort: Hammerweg 12
  • Stadt: Kirchenlamitz
  • Ortsteil: Niederlamitz
  • Gebiet: Bayern
  • Land: Deutschland