Lublin, Polen
Symbolische Grabstätte für die Opfer von Katyń
Die symbolische Grabstätte für die Opfer des Massenmordes von Katyń auf dem Alten Friedhof in Lublin hat mit zwei über Eck aufgestellten Portalen und einer Wand, in der sich ein Durchbruch in Form eines Kreuzes befindet, den Charakter eines Mausoleums. Sie wurde von Lucjan Ocias und Marek Piątkowski entworfen und am 30. Mai 1993 eingeweiht. Für die Finanzierung und Realisierung des Gedenkortes war ein gesellschaftliches Komitee gegründet worden, das unter Beteiligung der Lubliner »Katyń-Familie« sowie öffentlicher und privater Institutionen aus der Stadt Spenden sammelte und einen Gestaltungswettbewerb ausschrieb.
An der mittleren Wand befindet sich die Inschrift »1940 Katyń«; an Gittern mit Kreuzmotiven in den Öffnungen der beiden Portale sind Wappen der Polnischen Armee angebracht. Auf Sockeln unterhalb der Portale befinden sich 16 Messingtafeln mit 280 Namen von erschossenen Offizieren und Polizisten, die aus Lublin stammten oder dorthin familiäre Bezüge hatten. Diese Tafeln wurden im Laufe der 1990er Jahre sukzessive ergänzt. Im Jahr 2001 wurde im Zentrum des Ensembles ein Betonblock mit einem Relief der »Mutter Gottes von Katyń« hinzugefügt. Am 11. November 2001 fand die Einweihungszeremonie des erweiterten Gedenkortes statt. Nach einem Diebstahl von sechs Messingtafeln mit den Namen der Opfer wurde die symbolische Grabstätte im Jahr 2007 grundlegend überholt.
Inschriften
Inschrift der symbolischen Grabstätte
(an der mittleren Wand)
1940 Katyń
Deutsche Übersetzung:
1940 Katyń
1940 Katyń
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
30. Mai 1993 - Einweihung
Einweihung der symbolischen Grabstätte
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Eingang des Alten Friedhofs, ul. Lipowa, Lublin
- Stadt: Lublin
- Gebiet: Woiwodschaft Lublin
- Land: Polen
