Rzeszow, Polen

Symbolische Grabstätte für die Opfer von Katyń

 
Seit November 1994 erinnert auf dem kommunalen Friedhof im Rzeszówer Stadtteil Pobitno eine symbolische Grabstätte an die Opfer des Massenmordes von Katyń. Sie entstand aus einer bereits bestehenden Familiengrabstätte, in der bei der Beerdigung der Witwe des in Katyń ermordeten Offiziers Władysław Ciepielowski zusätzlich eine Urne mit Erde aus Katyń beigesetzt wurde. Auf der Grabplatte wurde eine schwarze Marmortafel mit einer eingravierten Marienikone, der »Mutter Gottes von Katyń«, angebracht. Dieses symbolische Grab wurde im Jahr 1997 von der »Katyń-Familie« Rzeszów um ein Gedenkkreuz mit der Inschrift »Katyń 1940« ergänzt. Drei Jahre später wurde das Betonkreuz durch ein größeres Kreuz aus schwarzem Granit ersetzt.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel von 1994
(auf dem kommunalen Friedhof)
Mogiła ta kryje / przywiezioną z Katynia / ziemię uświęconą krwią / pomordowanych przez NKWD / w 1940 roku / O modlitwę i chwilę zadumy / nad losem polskich oficerów / jeńców Kozielska / Ostaszkowa i Starobielska / prosi / Rzeszowska Rodzina Katyńska // Matka Boska Katyńska
Deutsche Übersetzung:
Dieses Grab birgt aus Katyń herbeigeschaffte Erde, die durch das Blut der im Jahr 1940 vom NKWD Ermordeten geheiligt wurde. Um Gebet und Nachsinnen über das Schicksal der polnischen Offiziere, Kriegsgefangene in Koselsk, Ostaschkow und Starobilsk, bittet die Katyń-Familie Rzeszów. Mutter Gottes von Katyń
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch
Inschrift der Gedenkkreuze von 1997 und 2000
(auf dem kommunalen Friedhof)
Katyń 1940
Sprache: , Schrift:

Ereignisse

1994 - Errichtung
Errichtung der symbolischen Grabstätte für die Opfer von Katyń

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013