Lübeck, Deutschland

Stele „Wir sind ein Volk“

 
Als am 9. November 1989 die DDR ihre Grenzen zum Westen öffnete, strömten auch tausende DDR-Bürger in die Stadt Lübeck, die unmittelbar an der Grenze lag. Renate Josupeit, die an der Grenze zu West-Berlin gelebt hatte und aus der DDR geflüchtet war, kam auf die Idee, ein Denkmal als Symbol der Einheit zu errichten. Zusammen mit weiteren Firmen der Travemünder Allee, der Friedhofsgärtnerei Koldt & Happach mit ihrem Inhaber Peter Happach und dem Natursteinwerk Rechtglaub-Wolf mit Geschäftsführer Andreas Wolf, wurde dieser Wunsch umgesetzt. Renate Josupeits Friseurgeschäft stiftete eine Gedenkstele aus schwedischem Granit, die ein Steinmetz-Lehrling schuf. Die 2,70 Meter hohe Stele zeigt mit seiner geschwungenen Drehung die Windungen der deutschen Geschichte. Am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober 1990, wurde die Stele an der früheren Grenze zwischen dem Lübecker Stadtteil Einhholz und Herrnburg eingeweiht.

Inschriften

Inschrift der Stele
(an der Brandenbaumer Landstraße)
Wir / sind / ein / Volk / 3. Okt 1990
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

3. Oktober 1990 - Einweihung
Einweihung der Stele „Wir sind ein Volk“

Literatur

  • Ein schlichter Granitsein als Symbol der Einheit, in: Lübecker Nachrichten, 4.10.1990

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016