Berlin, Deutschland

Stahlplastik „Todes Mauer Bruch“

 
Kunstwerke von Ben Wagin sind im Berliner Regierungsviertel recht häufig anzutreffen. Sie sind jedoch eher unauffällig. Mit seinen Baumpflanzungen wurde der aus Breslau stammende Deutsche, der seit 1957 in West-Berlin lebt, deutschlandweit und international als Künstler der Umweltschutzbewegung bekannt. Sein „Parlament der Bäume“, ein 1990 angelegter Garten im ehemaligen Todesstreifen zum Gedenken an die Mauertoten, ist noch heute inmitten von Neubauten zu besichtigen. Im Skulpturengarten am Bundeskanzleramt, einem Teil des Tiergartens, wo deutsche und internationale Künstler seit 1961/62 als Zeichen des Protests Skulpturen aufstellten, die dem Thema der Spaltung Berlins, Deutschlands und der Welt im Kalten Krieg gewidmet waren, wurde im August 2011 anlässlich des 50. Jahrestags des Mauerbaus eine Großplastik aus Stahl von Wagin enthüllt: ein stilisiertes Segment der Berliner Mauer, das in zwei Teile zerbrochen ist, wobei diese aneinander lehnen. Die schwarze Skulptur trägt den Titel „Todes Mauer Bruch“. Rings um ihren quadratischen Sockel sind beschriftete Platten mit dem eingravierten Wort „Tote“ in verschiedenen europäischen Sprachen in den Boden eingelassen.

Ereignisse

August 2011 - Einweihung
Einweihung der Stahlplastik „Todes Mauer Bruch“

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Nein
  • Standort: John-Forster-Dulles-Allee
  • Stadt: Berlin
  • Ortsteil: Mitte
  • Gebiet: Berlin
  • Land: Deutschland