Berlin, Deutschland
Skulptur für George Bush sen.
Vier Monate nach seinem Amtsantritt besuchte der 41. Präsident der Vereinigten Staaten George Bush (sen.) zum ersten Mal die Bundesrepublik. Am 31. Mai 1989 hielt er in der Mainzer Rheingoldhalle in Anwesenheit des Bundeskanzlers Helmut Kohl und des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker seine viel beachtete außenpolitische Grundsatzrede „Europe whole and free“. Sie gilt als Reaktion auf den von Michail Gorbatschow, dem Staats- und Parteichef der Sowjetunion, eingeleiteten Reformkurs von „Glasnost“ und „Perestroika“. Beinahe als Replik auf dessen Idee eines „gemeinsamen europäischen Hauses“ betonte Bush in seiner Ansprache, dass es „kein gemeinsames europäisches Haus geben kann, solange nicht alle frei sind, sich darin von Raum zu Raum zu bewegen“. Er skizzierte seine Vorstellung davon, wie die Teilung Europas überwunden und „die Selbstbestimmung für ganz Deutschland und alle Länder Osteuropas“ erreicht werden könnten. Mit Blick auf die Öffnung des Eisernen Vorhangs an der Österreichisch-Ungarischen Grenze müsse auch die Berliner Mauer – das „Monument für das Scheitern des Kommunismus“ – endlich fallen. Trafen Bushs Rede und insbesondere die Passagen zur Wiedervereinigung Deutschlands viele Beobachter noch unvorbereitet, so sollte die Vision vom Fall der Berliner Mauer und der Verwirklichung der deutschen Einheit schon bald Realität werden.
Im Mai 2023 ehrte die US-Botschaft in Berlin George Bush sen., nicht zuletzt für seine herausragende Rolle bei der deutschen Wiedervereinigung, mit einer überlebensgroßen Skulptur. Die aus Bronze gegossene etwa 2,4 Meter hohe Statue des Präsidenten wurde vom amerikanischen Künstler Chas Fagan gestaltet und befindet sich am Eingang zum US-Konsulat an der Clayallee. Eine formgleiche Arbeit des Künstlers steht bereits seit Dezember 2004 im Sesquicentennial Park in Houston. An der Einweihungszeremonie in Berlin nahmen unter anderem die US-Botschafterin Amy Gutmann sowie der ehemalige US-Botschafter, Weltbankpräsident und einer der leitenden amerikanischen Verhandlungsführer bei der Formulierung des Zwei-Plus-Vier-Vertrages, Robert B. Zoellik, teil. Anwesend waren darüber hinaus Pierce Bush, der Enkel von George Bush sen., und Max Angerholzer, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung George & Barbara Bush. Die Skulptur ist eine Schenkung der Stiftung an die US-Botschaft.
Inschriften
Inschrift der ersten Plakette
(Neben der Skulptur)
President / George H. W. Bush / Dedicated May
10, 2023 / U.S. Ambassador Dr. Amy Gutmann / Chas Fagan –Sculptor / Gift of the George & Barbara Bush Foundation / The courageous leadership / of President George H. W. Bush /
contributed greatly to the special relationship / between the United States and Germany.
Sprache: Englisch, Schrift: Lateinisch
Inschrift der zweiten Plakette
(Neben der Skulptur)
Bush Plaza / On October 2, 1990, / President
George H. W. Bush celebrated the reunification / of Germany: “Germany is united; Germany is fully free. The United States is proud to have built with you / the foundations of freedom; Proud to have been a steady partner in the quest for one Germany, whole and free.” / Dedicated May 2020 / President Donald J. Trump – Vice President Michael Pence / Secretary of State Michael Pompeo – U.S. Ambassador Richard Grenell
Sprache: Englisch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
Mai 2023 - Einweihung
Einweihung Skulptur für George Bush sen.
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: US-Konsulat Clayallee 170, Bush Plaza
- Stadt: Berlin
- Ortsteil: Steglitz-Zehlendorf
- Gebiet: Berlin
- Land: Deutschland
