Heringen (Werra), Deutschland

Skulptur „Erinnerung an einen Irrtum“

 
Auf Initiative des Heringer Kunstvereins wurde während des hessischen Kultursommers am 19. Mai 1990 die Skulptur „Erinnerung an einen Irrtum“ errichtet. Sie steht an der Verbindungsstraße zwischen dem hessischen Ort Leimbach und dem thüringischen Dippach. Der Künstler Anatol Herzfeld errichtete mit Jugendlichen aus den umliegenden Dörfern eine Pyramide aus Metallgittermatten, die auf einen Sockel aus Lochbetonplatten gestellt wurde. Die Pyramide wurde noch mit Stacheldrahtrollen umgeben. Damit besteht die Skulptur aus den Materialien der in diesem Gebiet errichteten DDR-Grenzsicherung. Mit Wildkräutern wurde versucht, den „Schrott der Geschichte“ überwuchern zu lassen. „Erinnerung an einen Irrtum“ war die erste fest installierte Skulptur an der geöffneten innerdeutschen Grenze.

Ereignisse

19. Mai 1990 - Errichtung
Errichtung der Skulptur „Erinnerung an einen Irrtum“

Literatur

  • Ullrich, Maren: Geteilte Ansichten. Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze, Berlin 2006

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016