Gartow, Deutschland

Plastik „Pas une tour d'ivoire mais une tour pour y voir“

 
„Kein Elfenbeinturm, sondern ein Turm, um dorthin zu gucken“ heißt aus dem Französischen übersetzt eine Plastik, die am Ufer des Flusses Seege bei Gartow steht. Fast zehn Kilometer von der früheren innerdeutschen Grenze entfernt erinnert das Kunstwerk an einen Beobachtungsturm an der DDR-Grenze. Die Arbeit des französischen Künstlers Jean-Lucien Guillaume entstand 1992 im Rahmen des zweiten Wendland-Symposions. Er bildete aus Stahl, Beton und Glas den oberen Teil eines DDR-Beobachtungsturmes nach und nutzte dafür zum Teil auch Originalteile eines solchen Turmes. Das Kunstwerk wurde am mit Schilf bewachsenen Ufer der Seege eingelassen und erweckt dort den Eindruck eines eingesunkenen oder gar versunkenen Beobachtungsturmes, der zudem bewusst auf westdeutschem Boden steht.

Literatur

  • Ullrich, Maren: Geteilte Ansichten. Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze, Berlin 2006

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Nein
  • Standort: Ufer der Seege
  • Stadt: Gartow
  • Gebiet: Niedersachsen
  • Land: Deutschland