Krakau, Polen

„Pietà von Katyń“

 
In der Kapelle der Heiligen Sofia (historisch: Kapelle der Bäckerzunft) der Heiligkreuzkirche in der Krakauer Altstadt wurde am 17. September 2000 das Bronzestandbild einer Pietà enthüllt. Die 1,70 Meter hohe Skulptur stellt eine Marienfigur dar, die einen knienden Mann mit Schusswunde am Hinterkopf in den Armen hält und damit an die Darstellungen der »Mutter Gottes von Katyń« anknüpft. Auch eine Inschrift nimmt ausdrücklich auf das Verbrechen von Katyń Bezug. Die Bronzeskulptur wurde von dem Krakauer Bildhauer Czesław Dźwigaj geschaffen, der vor allem für die zahlreichen von ihm gestalteten Denkmäler Papst Johannes Pauls II. bekannt geworden ist. Die »Pietà von Katyń« wurde von der »Marschall-Józef-Piłsudski-Gesellschaft des Nationalen Gedenkens«, dem Rechtsanwalt Zbigniew Chojnacki und der Pfarrei Heiligkreuz gestiftet.

Inschriften

Inschrift des Denkmals
(in der Kapelle der Heiligen Sofia)
W 60 rocznicę zbrodni katyńskiej / Popełnionej na żołnierzach i oficerach Wojska Polskiego przez sowieckie N. K. W. D. w 1940 r. / rzeźba ta powstała z inicjatywy i staraniem / J. Korzenia – prezesa Towarzystwa Pamięci Narodowej / im. I Marszałka Polski Józefa Piłsudskiego w Krakowie / oraz ks. Jana Abrahamowicza proboszcza parafii Św. Krzyża
Deutsche Übersetzung:
Am 60. Jahrestag des Verbrechens von Katyń, das 1940 durch den sowjetischen NKWD an Soldaten und Offizieren der Polnischen Armee begangen wurde, entstand diese Statue auf Initiative und durch die Bemühungen von J. Korzeń – Vorsitzender der Marschall-Józef-Piłsudski-Gesellschaft des Nationalen Gedenkens sowie Jan Abrahamowicz, Pfarrer der Gemeinde Heiligkreuz
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

17. September 2000 - Einweihung
Enthüllung des Bronzestandbilds

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013