Lübbecke, Deutschland
Mahnmal für die Opfer des 17. Juni 1953
Eines der frühesten Denkmäler zur Erinnerung an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR ist der Gedenkstein im nordrhein-westfälischen Lübbecke. Am 1. Jahrestag des Volksaufstandes wurde hier durch den Bürgermeister der Stadt vor etwa 1 000 Gästen ein Stein am Weingarten als Mahnmal den Opfern des 17. Juni gewidmet und in die Obhut des „Gesamtverbandes der Sowjetzonenflüchtlinge“ übergeben. Am Stein wurde eine Freiheitsflamme entzündet und von einem Staffelläufer auf den Gallenkamp zum Kreuz des deutschen Ostens getragen. Dort wurde ebenfalls ein Mahnfeuer eröffnet. Das Freiheitsfeuer wurde dann in einer Sternfahrt in die sieben Amtsbezirke des Kreises gefahren, in denen Mahnfeuer entzündet wurden.
Inschriften
Inschrift des Mahnmals
(am Weingarten)
Am / Tag der Einheit / 17. Juni 1954 / zur Ehrung der Opfer / des 17. Juni 1953
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
17. Juni 1954 - Einweihung
Einweihung des Mahnmals für die Opfer des 17. Juni 1953
Literatur
- Tag der deutschen Einheit wurde im ganzen Kreisgebiet würdig begangen, in: Freie Presse, 19.6.1954
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Weingarten / Auf dem Gallenkamp
- Stadt: Lübbecke
- Gebiet: Nordrhein-Westfalen
- Land: Deutschland

