Teistungen, Deutschland
Mahnmal Deutsche Teilung
Der westthüringische Ort Böseckendorf lag während der deutschen Teilung im Sperrgebiet, d.h. direkt an der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland. Bereits am 26. Juli 1991 wurde an der früheren Grenze zwischen dem niedersächsischen Ort Nesselröden und Böseckendorf ein Denkmal des Bildhauers Roger Bischoff eingeweiht. Zwischen den beiden mehr als zwei Meter hohen Steinen wurde ein weiterer dreieckiger Stein tief im Boden vergraben. Dieser symbolisiert einerseits das Begraben von Vorurteile aus dem anderen Teil Deutschlands. Andererseits erinnert das Begräbnis an die Menschen, die an der Grenze ihr Leben verloren haben. Der Bildhauer selbst sagte zu seinem Werk: „Die beiden geneigten Steine stellen Menschen dar, die zueinander wollen, wie einst die Menschen von Nesselröden und Böseckendorf, wie alle Deutschen entlang der ehemaligen verhassten Grenze.“
Ereignisse
26. Juli 1991 - Einweihung
Einweihung des Mahnmals Deutsche Teilung
Literatur
- Buchin, Klaus: RadWandern am Grünen Band, Teil 1 und Teil 2, Kiel 1999 und 2002
- Ullrich, Maren: Geteilte Ansichten. Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze, Berlin 2006
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: Straße zwischen Böseckendorf und Nesselröden
- Stadt: Teistungen
- Ortsteil: Böseckendorf
- Gebiet: Thüringen
- Land: Deutschland
