Wanfried, Deutschland

Kunstwerk „Come Together“ zur Erinnerung an die Wiedervereinigung

 
Am Werratalradweg in der Nähe des Alten Hafens erinnert seit 2014 das Denkmal „come together“ an die Wiedervereinigung Deutschlands. Es ist das fünfte von insgesamt sieben Werken, die im Rahmen des Projekts „Kunst an der ehemaligen innerdeutschen Grenze“ aufgestellt worden sind. Die Idee zur Schaffung der Erinnerungsobjekte kam im Jahr 2009 von Lothar Quanz, dem Vorsitzenden des Kulturpolitischen Ausschusses im hessischen Landtag. Die Finanzierung sowie die Realisierung des Projekts wurden gemeinsam von der Stiftung ARS NATURA, der Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der Stiftung der Sparkasse Werra-Meißner „Gutes bewahren – Zukunft gestalten“ und dem Verein für Regionalentwicklung geleistet. Das von der Schongauer Künstlerin Ilse Bill gestaltete Kunstwerk wurde am 17. Juni 2014, dem 61. Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR, von den Bürgermeistern aus Wanfried und Treffurt, Wilhelm Gebhard und Michael Reinz, dem Kreisbeigeordneten Dr. Rainer Wallmann sowie Vertretern von ARS NATURA, der Sparkassen-Kulturstiftung und der Sparkasse Werra-Meißner der Öffentlichkeit übergeben. Eine fünf Meter lange stilisierte Welle aus verzinktem Metall durchzieht zwei Betonblöcke und türmt sich schließlich über dem dritten Block auf. Damit soll die Energie veranschaulicht werden, die es brauchte, um die deutsche Teilung zu überwinden. Zugleich weist das Denkmal am Werraufer auf die Teilungsgeschichte des Flusses hin, durch dessen Mitte einstmals die innerdeutsche Grenze zwischen Hessen und Thüringen verlief. Der steinige Weg bis zur Wiedervereinigung wird zusätzlich durch das Kiesbett symbolisiert, in dem das Kunstwerk platziert ist.

Ereignisse

17. Juni 2014 - Eröffnung
Eröffnung des Kunstwerks „Come Together“

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016