Asbach-Sickenberg, Deutschland

Kunstwerk „Breaking Walls“ zur Erinnerung an den Mauerfall

 
Zum 25. Jubiläum des Mauerfalls wurde im Grenzmuseum Schifflersgrund am 9. November 2014 das siebte und letzte Kunstwerk im Rahmen des Projekts „Kunst an der ehemaligen innerdeutschen Grenze“ feierlich eingeweiht. Die sechs anderen Kunstwerke des Projekts befinden sich ebenfalls im Werratal. Die Idee zur Schaffung der Erinnerungsobjekte kam im Jahr 2009 von Lothar Quanz, dem Vorsitzenden des Kulturpolitischen Ausschusses im hessischen Landtag. Die Finanzierung sowie die Realisierung des Projekts wurden gemeinsam von der Stiftung ARS NATURA, der Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der Stiftung der Sparkasse Werra-Meißner „Gutes bewahren – Zukunft gestalten“ und dem Verein für Regionalentwicklung geleistet. Das Werk des Künstlers Prof. Joachim Reitner besteht aus mehreren Steinsäulen, in deren Mitte sich ein Tisch befindet. Die insgesamt 40 Tonnen schweren Steinsäulen symbolisieren brechende Mauern. Die teilweise glatt polierten und geschnittenen Platten bestehen zum einen aus Tiefengesteinen wie Granit, Diorit und Migmatit und zum anderen aus Sedimentgesteinen wie Kalk- und Sandstein, die aus beiden Teilen Deutschlands stammen. Der Tisch in der Mitte steht für das Zusammenkommen und Kommunizieren. Die Komposition verweist damit auch auf die „Zwei-Plus-Vier-Gespräche“, bei denen die Regierungsvertreter der vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges – Frankreich, Großbritannien, die Sowjetunion und die USA – mit Vertretern der beiden deutschen Staaten über die grundsätzlichen Fragen und außenpolitischen Bedingungen der deutschen Einheit diskutierten.

Verwandte Gedenkorte

Ereignisse

9. November 2014 - Einweihung
Einweihung Kunstwerk „Breaking Walls“

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016