Kella, Deutschland
Kreuzweg und Kapelle zum Heiligen Kreuz
Im Jahre 1867 wurde am Hang des Berges Gobert eine Kapelle errichtet. Sie wurde 1939 zerstört und nach Kriegsende wieder aufgebaut. 1952 wurde der Neubau fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Grenzgebiet von der DDR verstärkt abgeriegelt. Kella lag im 500 Meter breiten „Schutzstreifen“ unmittelbar an der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland. Der „Schutzstreifen“ wurde befestigt, so dass ab 1962 weder die Kapelle noch den Kreuzweg betreten durften. Nach dem Fall der Mauer 1989 wurden der Kreuzweg und die Kapelle saniert. Bereits kurz nach der Grenzöffnung errichteten Bewohner von Kella ein mit Stacheldraht und Streckmetall bekröntes Kreuz, das an die siebte Station des Kreuzweges erinnern sollte, die durch die Grenzziehung verloren gegangen war. Noch im November 1989 fand an dieser Stelle wieder eine Kreuzwegsprozession statt. Im Frühjahr 1990 bemalten Kinder aus Hessen und Thüringen die Bildtafeln aus Holz am Kreuzweg und die siebte Station des Weges wurde neu errichtet.
Literatur
- Ullrich, Maren: Geteilte Ansichten. Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze, Berlin 2006
- Buchin, Klaus: RadWandern am Grünen Band, Teil 1 und Teil 2, Kiel 1999 und 2002
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: Am Hang der Gobert bei Kella
- Stadt: Kella
- Gebiet: Thüringen
- Land: Deutschland
