Schalkau, Deutschland
Grenzdenkmal Görsdorf
Das kleine Bauerndorf Görsdorf lag im 500-Meter-„Sperrgebiet“ an der innerdeutschen Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Ab 1961 verschärfte die DDR die dortigen Sperrmaßnahmen, was 1981 zum Bau einer etwa 3,50 Meter hohen Betonmauer rund um das Dorf führte, die vornehmlich als Sichtblende dienen sollte. Görsdorf war damit vollständig eingeschlossen.
Nach der Friedlichen Revolution wurden die Grenzsperranlagen geräumt. Auf Drängen des damaligen Görsdorfer Bürgermeisters konnte jedoch ein Teilbereich der Grenzmauer vor dem Abriss bewahrt werden. Die Familie Erhard, die zuvor bereits mit der Einrichtung der Mahn- und Gedenkstätte Behrungen unterstützt hatte, pachtete 2004 das gesamte Areal. Nach umfangreichen Sanierungen wurde 2005 das Grenzdenkmal im ehemaligen Grenzabschnitt 50 bei Görsdorf als Baudenkmal des Freistaates Thüringen unter Denkmalschutz gestellt. Erhalten sind neben einem etwa 25 Meter langen Mauerfragment noch der Spurensicherungsstreifen, der Kolonnenweg und Teile eines Kfz-Sperrgrabens.
Ereignisse
2005 - Einweihung
Einweihung des Grenzdenkmals Görsdorf
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: Görsdorf 14
- Stadt: Schalkau
- Ortsteil: Görsdorf
- Gebiet: Thüringen
- Land: Deutschland
