Oberstdorf, Deutschland
Gipfelkreuz zum Mauerbau
Auf der Mädelegabel, einem 2 645 Meter hohen Berg in den Allgäuer Alpen bei Oberstdorf, erinnert eine Gedenktafel am Gipfelkreuz an den Bau und Fall der Berliner Mauer. Im Sommer 1960 entschloss sich eine Gruppe junger Männer vom katholischen Sozialverband Kolpingwerk in Gersthofen bei Augsburg, auf der Mädelegabel ein Gipfelkreuz zu errichten. Kopf der Gruppe war der 19-jährige Alfred Steiner, Postbote und passionierter Bergsteiger. Am Sonntag, den 13. August 1961, schafften die Helfer die Kreuzbalken auf den Gipfel. Keiner von ihnen ahnte, was sich währenddessen in Berlin abspielte. Erst als sie wieder in Gersthofen ankamen, erfuhren sie von den Ereignissen in der fortan durch eine Mauer geteilten Stadt Berlin. 1991 wurde eine Gedenkplakette am Gipfelkreuz angebracht.
Inschriften
Inschrift der Plakette
(auf dem Gipfelkreuz)
Dieses Kreuz wurde am 13. August 1961 errichtet. / Am gleichen Tag wurde in Berlin die Mauer gebaut. / Nach 28 Jahren ist die Mauer gefallen. / Das Kreuz steht noch. Gott sei Dank. / 13. August 1991
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
13. August 1961 - Einweihung
Einweihung des Gipfelkreuzes zum Mauerbau
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Mädelegabel bei Oberstdorf
- Stadt: Oberstdorf
- Gebiet: Bayern
- Land: Deutschland





