Berlin, Deutschland

Gedenktafel zur politischen Teilung Berlins

 
Der Kalte Krieg fand auch in der Nachkriegsentwicklung Berlins seinen sichtbaren Ausdruck. Auf dem Höhepunkt der weltpolitischen Auseinandersetzung zwischen der Sowjetunion und der alliierten Siegermacht USA kam es zur administrativen Teilung der bis dahin einheitlich verwalteten Vierzonenstadt. Am 6. September 1948 sprengten SED-Abgeordnete eine Sitzung der Berliner Stadtverordneten unter Leitung von Otto Suhr. Die frei gewählten Abgeordneten von Groß-Berlin zogen daraufhin – mit Ausnahme der SED-Fraktion – in den Westteil der Stadt. Einige Wochen später fand das West-Berliner Abgeordnetenhaus im Rathaus Schöneberg seinen neuen Sitz. Am 30. November 1948 wurde ein eigener Magistrat für Ost-Berlin gebildet. An dem Gebäude in der Parochialstraße erinnert eine Gedenktafel an diese Geschehnisse. Sie wurde anlässlich des 50. Jahrestags des Ereignisses am 6. September 1998 vom Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen und Parlamentspräsident Herwig Haase enthüllt.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(an der Hausfassade)
Berliner Gedenktafel / Im Neuen Stadthaus tagte nach dem / 2. Weltkrieg die frei gewählte Stadtverordneten- / versammlung von Groß-Berlin. Am 6. September / 1948 sprengten kommunistische Demonstranten die / von Otto Suhr geleitete Sitzung der Berliner / Volksvertretung und machten ihre Weiterarbeit / unmöglich. Die politische Einheit Berlins wurde / damit zerstört. / Seit dem 3. Oktober 1990 ist Berlin wiedervereinigt.
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

6. September 1998 - Eröffnung
Eröffnung der Gedenktafel zur politischen Teilung Berlins

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Nein
  • Standort: Parochialstraße 1-3
  • Stadt: Berlin
  • Ortsteil: Mitte
  • Gebiet: Berlin
  • Land: Deutschland