Güstrow, Deutschland
Gedenktafel zur Friedlichen Revolution
Am Abend des 27. Oktober 1989 zogen etwa 20 000 Güstrower vor das Gebäude der SED-Kreisleitung am Franz-Parr-Platz, in dem sich heute das Amtsgericht befindet. Die Menschen demonstrierten für Freiheit und Demokratie sowie gegen das autoritäre Regime der DDR. Sie trugen Kerzen bei sich, die sie auf den Fenstersimsen und Treppen der SED-Kreisleitung abstellen, um dann zum Friedensgebet in den Dom zu ziehen. Die Spuren der Kerzen sind noch heute am Gebäude zu sehen. Am 26. Oktober 2014 wurde eine Gedenktafel in Erinnerung an die mutigen und friedlichen Demonstranten in Güstrow enthüllt. Initiiert wurde die durch Spenden finanzierte Tafel von Joachim Hennings vom Kunst- und Altertumsverein Güstrow, der selbst an den Demonstrationen in Güstrow teilgenommen hatte. Gestaltet wurde sie von dem Künstler Jörg Herold. Eine Öffnung in der Glastafel gewährt den Blick auf die Kerzenspuren vom Oktober 1989. Darunter ist das Datum „27.10.1989“ zu lesen. Zudem trägt die Gedenktafel ein Foto des Güstrowers Eckhard Sturz als Teilnehmer der Demonstration.
Inschriften
Inschrift der Gedenktafel
(vor dem Amtsgericht)
27.10.1989
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
26. Oktober 2014 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel zur Friedlichen Revolution
27. Oktober 1989 - Historie
Etwa 20 000 Güstrower vor das Gebäude der SED-Kreisleitung am Franz-Parr-Platz und demonstrierten für Freiheit und Demokratie
Literatur
- Güstrowiana: 27.10.1989: die Friedliche Revolution in Güstrow und das Denkmal von Jörg Herold. In: Schriften des Kunst- und Altertumsvereins Güstrow e.V. - Güstrow : Kunst- und Altertumsverein, 2019
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: vor dem Amtsgericht, Franz-Parr-Platz
- Stadt: Güstrow
- Gebiet: Mecklenburg-Vorpommern
- Land: Deutschland


