Grabfeld, Deutschland
Gedenktafel zur Erinnerung an Zwangsaussiedlungen
Mit der vom DDR-Ministerrat beschlossenen „Verordnung über Maßnahmen an der Demarkationslinie zwischen der DDR und den westlichen Besatzungszonen Deutschlands“ vom 26. Mai 1952 wurden an der Grenze eine fünf Kilometer breite Sperrzone und ein zehn Kilometer breiter Kontrollstreifen geschaffen. Mehr als 12 000 Menschen wurden zwangsweise aus dem Grenzgebiet umgesiedelt. So auch aus Berkach, wo am 5. Juni 1952 insgesamt 18 Familien mit 42 Erwachsenen und 29 Kindern ihre Heimat verlassen mussten. Jede Familie kam in einen anderen Ort. Namen und Verbleib der Familien sind dokumentiert. Otto Neubert wurde mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in das knapp 100 Kilometer entfernte Kleinfahner gebracht. Auf seinen Vorschlag hin wurde im Januar 1999 am Bürgerhaus eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Zwangsaussiedlungen in Berkach angebracht.
Inschriften
Inschrift der Gedenktafel
(am Bürgerhaus)
Zum Gedenken / Aus der Gemeinde Berkach / wurden / am 5. Juni 1952 / 43 Erwachsene u. 29 Kinder / zwangsausgesiedelt / Die Gemeinde Berkach
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
Januar 1999 - Eröffnung
Gedenktafel zur Erinnerung an Zwangsaussiedlungen wird der Öffentlichkeit übergeben
5. Juni 1952 - Historie
Zwangsaussiedlungen aus der Gemeinde Berkach
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Bürgerhaus
- Stadt: Grabfeld
- Ortsteil: Berkach
- Gebiet: Thüringen
- Land: Deutschland
