Tarnów, Polen
Gedenktafel sowie Ausstellungstafel für die Opfer von Katyń
Die Gedenktafel für die Opfer des sowjetischen Massenmordes von Katyń in der Philippinerkirche in Tarnów besteht aus einer zentralen sowie drei kleineren Tafeln. Die Haupttafel geht auf die Bemühungen eines Arbeitskreises aus dem Umfeld der unabhängigen Gewerkschaft »Solidarność« unter der Leitung von Andrzej Fenrych Ende der 1980er Jahre zurück. Sie wurde von Stefan Niedorezo gestaltet und am 24. April 1988 durch Bischof Józef Gucwa enthüllt und geweiht. Im oberen Bereich trägt die Tafel einen gekrönten Adlerkopf und ein Zitat von Johannes Paul II. sowie eine Widmung. Im unteren Bereich sind 38 Namen von aus Tarnów und Umgebung stammenden Opfern aufgeführt. Die kleineren Seitentafeln wurden in den beiden folgenden Jahren ergänzt, sodass sich insgesamt die Form eines Kreuzes ergibt. Die zusätzlichen Tafeln listen weitere, später bekannt gewordene Namen von Opfern auf. Unterhalb der Gedenktafeln wurde im Jahr 2002 eine kleine Vitrine angebracht, die in den Massengräbern von Katyń gefundene Knöpfe enthält.
Im Vorraum des Oratoriums derselben Kirche befindet sich ein Schaukasten, der den Opfern von Katyń, Mednoje und Charkiw gewidmet ist. Dieser enthält u. a. eine Abbildung der »Mutter Gottes von Katyń«, Fotos von aktuellen Gedenkveranstaltungen sowie aus Katyń mitgebrachte Erde und Tannenzapfen.
Inschriften
Inschrift der Gedenktafel
(in der Philippinerkirche)
Naród, który zapomina / własną historię, /
jest skazany na zgubie / Jan Paweł II [unleserlich]
/ Bogu ducha – Polsce serce / – ziemi obcej ciało / oddali oficerowie Wojska Polskiego
/ zamordowani w Katyniu / i innych
miejscach kaźni w 1940 roku / Wśród ponad
14 500 zgładzonych / obrońców ojczyzny /
znajdowali się oficerowie / związani Tarnowem
/ [es folgen die Namen von 38
Ermordeten] / Boże [unleserlich] ich korona
chwały / Rodacy
Deutsche Übersetzung:
Eine Nation, die ihre Geschichte vergisst, ist zum Untergang verurteilt. Johannes Paul II. [unleserlich]. Gott die Seele – Polen das Herz – ihren Körper gaben der fremden Erde die Offiziere der Polnischen Armee, die im Jahr 1940 in Katyń und an anderen Hinrichtungsorten ermordet wurden. Unter den über 14 500 ermordeten Verteidigern des Vaterlandes waren Offiziere, die mit Tarnów verbunden waren. [es folgen die Namen von 38 Ermordeten] Gott, [unleserlich] sie mit der Krone des Ruhms. Die Landsleute
Eine Nation, die ihre Geschichte vergisst, ist zum Untergang verurteilt. Johannes Paul II. [unleserlich]. Gott die Seele – Polen das Herz – ihren Körper gaben der fremden Erde die Offiziere der Polnischen Armee, die im Jahr 1940 in Katyń und an anderen Hinrichtungsorten ermordet wurden. Unter den über 14 500 ermordeten Verteidigern des Vaterlandes waren Offiziere, die mit Tarnów verbunden waren. [es folgen die Namen von 38 Ermordeten] Gott, [unleserlich] sie mit der Krone des Ruhms. Die Landsleute
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
24. April 1988 - Einweihung
Enthüllung der Gedenktafel für die Opfer von Katyń
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Philippinerkirche, linkes Seitenschiff, ul. Piłsudskiego 9
- Stadt: Tarnów
- Gebiet: Woiwodschaft Kleinpolen
- Land: Polen
