Lossatal, Deutschland

Gedenktafel für verschleppte Thammenhainer

 
Im Mai 1945 wurden mindestens 13 Männer des Ortes Thammenhain von den einrückenden sowjetischen Soldaten nach Polen verschleppt. Sie wurden in das von der sowjetischen Geheimpolizei NKWD genutzte einstige NS-Arbeitslager im polnischen Toszek (Tost) verbracht, wo sie interniert wurden und Zwangsarbeit verrichten mussten. Vier von ihnen ließen dabei ihr Leben. Sieben Männer kehrten in ihre Heimat zurück. Zur Erinnerung an die verschleppten Männer wurde auf Initiative der Nachfahren des damals zu Tode gekommenen Erhardt Schurigs am 1. Juni 2013 auf dem Thammenhainer Kirchgelände eine Gedenktafel eingeweiht. Darüber hinaus wurde zur Erforschung dieser Geschichte das Schülerprojekt „Verschleppte Vorfahren“ an der Mittelschule Falkenheim ins Leben gerufen.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(an der Evangelischen Pfarrkirche)
Zur Erinnerung / an die im Mai 1945 von sowjetischen Besatzungssoldaten / verschleppten Thammenhainer, / die im oberschlesischen Tost rechtlos interniert waren. / Nur wenige haben überlebt. / Alwin Bäger / Oskar Dähne / Arthur Harttig / Franz Heinze / Arthur Kleinert / Hans Kriegel / Johannes Müller / Fritz Preißner / Hans Raubold / Erhardt Schurig / Paul Voigt / Helmuth Schroth / Robert Bluschke
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

1. Juni 2013 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel für verschleppte Thammenhainer

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016