Berlin, Deutschland
Gedenktafel für Peter Fechter
Das Schicksal des Maurergesellen Peter Fechter war für viele Anwohner und Berliner sowie namhafte Zeitgenossen, wie den US-Bürgerrechtler Martin Luther King, Anlass gegen die Mauer Stellung zu beziehen. Unter den Augen zahlreicher West-Berliner, die ebenso wenig eingreifen durften wie die amerikanischen Soldaten des nahen alliierten Kontrollpunkts Checkpoint Charlie, rief der 17-jährige, der angeschossen im Todesstreifen lag, fast eine Stunde lang vergeblich um Hilfe, bis DDR-Grenzer ihn endlich herausholten. Kurz darauf starb er.
An dem Haus, in dem Peter Fechter aufwuchs und zuletzt gelebt hatte, erinnert heute eine Berliner Gedenktafel der Historischen Kommission an den jungen Mann. Sie wurde auf Initiative eines Mitarbeiters der landeseigenen Wohnungsgesellschaft GESOBAU AG beantragt und in Gegenwart der Schwester des Maueropfers am 14. Januar 2014 enthüllt.
Inschriften
Inschrift der Gedenktafel
(an der Behaimstraße 11)
BERLINER GEDENKTAFEL // In diesem Haus wohnte bis zu seinem Tode / PETER FECHTER / 14.1.1944 – 17.8.1962 / Bei einem Fluchtversuch an der Berliner Mauer ist er / von DDR-Grenzsoldaten / ohne Vorwarnung erschossen worden / Schwerverletzt und hilflos blieb Peter Fechter / im Todesstreifen liegen und verblutete. / Gefördert durch die GESOBAU AG
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
14. Januar 2014 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel für Peter Fechter
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: Behaimstraße 11
- Stadt: Berlin
- Ortsteil: Pankow
- Gebiet: Berlin
- Land: Deutschland
