Rietschen, Deutschland

Gedenktafel für Hennerjürgen Havenstein

 
Der von 1957 bis 1996 in Daubitz tätige Pfarrer, Hennerjürgen Havenstein (1931–2001) gilt als einer der Wegbereiter der Friedlichen Revolution 1989 im Kreis Weißwasser. Mit seinen kritischen Predigten und permanenten Mahnungen hatte er immer wieder den Unmut des SED-Regimes auf sich gezogen. Gegen ihn liefen mindestens zwei MfS-Operativvorgänge. Besonders im historischen Gedächtnis blieb Havensteins Rede auf der Görlitzer Frühjahrssynode 1981, als er über am eigenen Leib erlebte Repressalien keinerlei Blatt vor den Mund nahm und offen freie Reisetätigkeit forderte. Bereits 1996 hatte Havenstein für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Anlässlich des 3. Oktobers 2011, dem 21. Jahrestag der Deutschen Einheit, wurde im Ortsteil Daubitz eine Gedenktafel zu Ehren des Theologen enthüllt. Eine Bronzetafel mit dem Kopf des Geistlichen ziert nun das Eingangsportal zum Hof der St. Georgskirche. Begleitet wurde die Enthüllung des Tores von einem Festakt, in dem Havensteins Heimatliebe und seine Verbundenheit zu den Menschen gewürdigt wurde. Die Tafel wurde aus dem „Förderprogramm Denkmalstätten 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ des Freistaates Sachsen gefördert. Ihr Entwurf stammt von der Künstlerin Silvia Korn aus Berlin.

Ereignisse

3. Oktober 2011 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel für Hennerjürgen Havenstein

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016