Berlin, Deutschland

Gedenktafel für die sozialdemokratischen Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus

 
Zum Gedenken an die sozialdemokratischen Opfer, die im Kampf gegen Unfreiheit, Unterdrückung und Ausbeutung im 20. Jahrhundert ihr Leben verloren haben, wurde am 27. September 2000 in der Bundeszentrale der SPD, dem Willy-Brandt-Haus in Berlin, ein Gedenkort eröffnet. Zur Eröffnung wurde die Publikation „Gedenkbuch der deutschen Sozialdemokratie im 20. Jahrhundert“ vorgestellt und in einer besonders gestalteten Ausgabe an diesem Ort ausgelegt. Das Buch enthält die Lebensläufe von 505 Sozialdemokraten, die unter dem Nationalsozialismus und dem Stalinismus verfolgt wurden. Eine 180 Quadratmeter große Geschichtswand des Künstlers Pit Kroke im Willy-Brandt-Haus erinnert an wichtige Momente der deutschen Sozialdemokratie. Die Bilder zeigen unter anderem eine Traditionsfahne von 1863, die Urabstimmung in den Westsektoren Berlins über die Vereinigung von KPD und SPD im Jahre 1946, die mit einer Absage an die SED endete, sowie die Vereinigung der West-SPD mit der Ost-SPD auf dem Berliner Parteitag von 1990. Als Hintergrund für die sich über zwei Etagen erstreckende Fotowand dient eine stilisierte Fotografie vom Fall der Berliner Mauer 1989.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(in der Bundeszentrale der SPD, dem Willy-Brandt-Haus)
Der Freiheit verpflichtet / Zum Gedenken an die sozialdemokratischen / Opfer von Gewaltherrschaft
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

27. September 2000 - Einweihung
Enthüllung der Gedenktafel für die sozialdemokratischen Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus

Literatur

  • Der Freiheit verpflichtet. Gedenkbuch der deutschen Sozialdemokratie im 20. Jahrhundert. Hrsg. vom Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Marburg 2000

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016