Tata, Ungarn

Gedenktafel für die Opfer von Katyń

 
Wie im nahe gelegenen Tatabánya, so wurde auch im nordungarischen Tata unter dem Eindruck des Absturzes der polnischen Präsidentenmaschine bei Smolensk 2010 ein Erinnerungsort zum Gedenken an die Opfer von Katyń und der Flugzeugkatastrophe geschaffen. Die Selbstverwaltung der polnischen Minderheit und der Ortsverein der polnischen Kulturvereinigung stifteten eine Gedenktafel aus rotem Marmor, die in der katholischen Heiligkreuzkirche ihren Platz fand. Über der Inschrift, in der beide Ereignisse unter dem Titel »Golgatha des Ostens« subsummiert werden, ist ein Porträt der »Mutter Gottes von Katyń« eingraviert, die einen Mann mit Einschussloch im Hinterkopf in ihren Armen hält. Die Gedenktafel wurde am 3. Oktober 2010 vom polnischen Botschafter in Ungarn und unter Anwesenheit lokaler Prominenz eingeweiht.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(in der katholischen Heiligkreuzkirche)
Katyń / 1940–2010 / Golgota wschodu / Samorząd Miejszości [sic] Polskiej w Tata A kelet Golgotája / Tata Város Lengyel Kisebbségi Önkormányzata / 2010 Október 3.
Deutsche Übersetzung:
Katyń 1940–2010. Golgatha des Ostens. Die Selbstverwaltung der polnischen Minderheit in Tata [3. Oktober 2010.]
Sprache: Ungarisch / Polnisch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

3. Oktober 2010 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel für die Opfer von Katyń

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013