Gniezno, Polen

Gedenktafel für die Opfer von Katyń

 
An der Kirchhofsmauer der Dreifaltigkeitskirche im Zentrum der Altstadt von Gniezno (deutsch: Gnesen) wurde am 29. April 2005 eine Gedenktafel für die Opfer des sowjetischen Massenmords von Katyń enthüllt. Sie geht auf den Gnesener Ortsverband der »Gesellschaft der Freunde Lembergs und der südöstlichen ehemaligen polnischen Ostgebiete« zurück und besteht aus einer schwarzen Marmortafel, deren obere Kante unregelmäßig eingerissen ist. Ein Kreuz ist plastisch herausgehoben, in dessen Mitte ein gekrönter polnischer Adler angebracht ist. Unterhalb der Gedenktafel wurde am 29. April 2010, anlässlich des 70. Jahrestages des Verbrechens, eine Urne mit Erde aus Katyń in den Boden eingelassen. An der Kirchhofsmauer neben der Gedenktafel wurden seither individuelle Epitaphen für einzelne aus Gnesen stammende Opfer von Katyń angebracht, die sich in der Gestaltung an die Gedenktafel anlehnen.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(an der Kirchhofsmauer)
Katyń / W hołdzie Polakom / barbarzyńsko / pomordowanym przez NKWD / w 1940 roku w Katyniu / i innych miejscach kaźni sowieckich / Gniezno, 29 kwietnia 2005 r. / Towarzystwo Miłośników Lwowa / i kresów południowo-wschodnich / Oddział Gniezno
Deutsche Übersetzung:
167 Katyń. Zu Ehren der Polen, die 1940 durch den NKWD in Katyń und an anderen sowjetischen Hinrichtungsstätten barbarisch ermordet wurden. Gnesen, 29. April 2005. Gesellschaft der Freunde Lembergs und der südöstlichen ehemaligen polnischen Ostgebiete, Ortsverband Gnesen
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch
Inschrift der Tafel
(an der Urne)
Ziemia z Katynia / złożona dn. 29. IV. 2010 r.
Deutsche Übersetzung:
Erde aus Katyń, eingelassen am 29.4.2010
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

29. April 2005 - Einweihung
Enthüllung der Gedenktafel für die Opfer von Katyń

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013