Perleberg, Deutschland
Gedenktafel für die Opfer stalinistischer Willkür und politischer Verfolgung
In der Haus Berliner Straße 48 in Perleberg hatte bis 1972 die Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) ihren Sitz, bevor sie einen Neubau an einer weniger belebten Straße bezog. Den DDR-weit rund 11 000 hauptamtlichen Mitarbeitern in den Kreisdienststellen oblag die Sicherung der SED-Herrschaft vor Ort. Sie führten beispielsweise „operative Personenkontrollen“ durch, nahmen Sicherheitsüberprüfungen vor und erstellten in enger Zusammenarbeit mit der SED-Kreisleitung und den staatlichen Einrichtungen Lageanalysen und Stimmungsberichte.
Am 17. Juni 1993, dem 40. Jahrestag des Volksaufstandes von 1953, wurde auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS), Bezirksgruppe Westprignitz, eine Gedenktafel an dem Haus in der Berliner Straße 48 enthüllt. Die schwarze Tafel mit einem Stacheldrahtsymbol trägt eine Inschrift.
Inschriften
Inschrift der Gedenktafel
(an der Hausfassade)
Den Opfern / stalinistischer Willkür / und politischer / Verfolgung von 1945–1989 / in der Westprignitz. / In diesem Gebäude war / bis 1972 die 1. Kreisdienststelle / der Staatssicherheit stationiert. / 17. Juni 1993
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
17. Juni 1993 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel für die Opfer stalinistischer Willkür und politischer Verfolgung
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: Berliner Straße 48
- Stadt: Perleberg
- Gebiet: Brandenburg
- Land: Deutschland
