Gardelegen, Deutschland

Gedenktafel für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft

 
Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung erfolgte am 19. Mai 2014 die Einweihung einer Gedenktafel für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft am Amtsgericht. Die Anbringung der Tafel geht auf die Initiative der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS) in Sachsen-Anhalt zurück, die sich im Rahmen des Projekts „Abgeholt und verschwunden“ seit 2007 mit Schicksalen von Menschen auseinandersetzt, die Opfer der sowjetischen Besatzung geworden sind. Zwischen 1945 und 1992 war das Gebäude des Amtsgerichts, zu dem auch ein Zellentrakt gehörte, Sitz der sowjetischen Militärkommandantur. Seit Mitte der 1950er Jahre saßen in dem Gefängnis Personen, die von Sowjetischen Militärtribunalen verurteilt wurden. Nach den gesellschaftlichen Umbrüchen von 1989/90 wurde der Zellentrakt für den Neubau des Gerichtgebäudes abgerissen. Seit 1997 befindet sich das Amtsgericht wieder an diesem Ort. Die im Bereich des früheren Haupteingangs an der Bahnhofstraße hängende Gedenktafel trägt eine Inschrift.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(am Amtsgerichtsgebäude)
In diesem Gebäude befand sich / zwischen 1945 und 1992 / die sowjetische Militärkommandantur / mit ihrem Gefängnis. / Hier begann bis Mitte der 1950er Jahre / für viele Menschen der Leidensweg, / der durch Unrechtsurteile und / Todesopfer gekennzeichnet war. / Im Gedenken an die Opfer / kommunistischer Gewaltherrschaft.
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

19. Mai 2014 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Ja
  • Standort: Bahnhofstraße 29
  • Stadt: Gardelegen
  • Gebiet: Sachsen-Anhalt
  • Land: Deutschland