Luckenwalde, Deutschland
Gedenktafel für die Opfer des NKWD
In der Villa auf dem Grundstück Burg 29a residierte nach 1945 eine Dienststelle der sowjetischen Geheimpolizei NKWD. Im Kellergeschoss wurden Zellen eingerichtet, die im Volksmund „GPU-Keller“ genannt wurden. Am 28. September 1991 wurde von der Stadt Luckenwalde auf Initiative von Opfern stalinistischer Verfolgung, insbesondere des Luckenwalder Bürgers Arno Walter, eine Gedenktafel eingeweiht. Arno Walter war 16 Jahre alt, als er 1945 unter „Werwolf“-Verdacht in diesem „GPU-Keller“ inhaftiert und anschließend in die Speziallager Fünfeichen und Ketschendorf deportiert wurde. Schätzungen gehen davon aus, dass insgesamt etwa 1 000 Verhaftete diesen Keller durchliefen.
Inschriften
Inschrift der Gedenktafel
Das auf diesem Grundstück / befindliche Haus / war nach dem Einmarsch / der Roten Armee eine / Dienststelle des NKWD. / In den Kellern / dieser Dienststelle / begann für unschuldig / verhaftete Menschen / der Leidensweg in die Lager des NKWD. / Wir gedenken der Toten / und der Überlebenden / der NKWD-Lager
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
28. September 1991 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel für die Opfer des NKWD
1945 - Historie
Nutung des Gebäudes als NKWD-Diensstelle in Luckenwalde
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: Burg 29a
- Stadt: Luckenwalde
- Gebiet: Brandenburg
- Land: Deutschland
