Sonneberg, Deutschland
Gedenktafel für die Opfer der Zwangsaussiedlungen
Zu Pfingsten 1952 kam es im Kreis Sonneberg zu den ersten Zwangsaussiedlungen im Rahmen der „Aktion Ungeziefer“. Als am 3. Oktober 1961 die zweiten großen Zwangsaussiedlungen an der Westgrenze der DDR stattfanden, wurde Sonneberg zur Sperrzone erklärt.
Anlässlich des 40. Jahrestages dieser zweiten Großaktion an der innerdeutschen Grenze konnte am 2. Oktober 2001 auf Initiative von Elisabeth Freyer (Vorstandsmitglied der VOS e.V. Thüringen) und Hans Bauer eine Gedenktafel eingeweiht werden. Sie befindet sich an der evangelischen Stadtkirche St. Peter in unmittelbarer Nähe der Gedenktafeln für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges und trägt eine Inschrift.
Inschriften
Inschrift der Gedenktafel
(an der evangelischen Stadtkirche St. Peter)
Den Opfern der Zwangsaussiedlungen / an der innerdeutschen Grenze / in der Stadt und im Landkreis Sonneberg / 1952 und 1961 / In memoriam allen Opfern / des kommunistischen Terrors / RESPICE ET HOMINEM TE ESSE MEMENTO
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Literatur
- Bennewitz, Inge/Potratz, Rainer: Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze, Berlin 1994 (= Forschungen zur DDR-Geschichte, Bd. 4)
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Evangelische Stadtkirche St. Peter
- Stadt: Sonneberg
- Gebiet: Thüringen
- Land: Deutschland
