Rhönblick, Deutschland

Gedenktafel für den geschleiften Gereuthof

 
Das unmittelbar an der Demarkationslinie zwischen der DDR und der Bundesrepublik gelegene Gehöft Gereuthhof wurde im Zuge der Verschärfung der Grenzsicherungsmaßnahmen durch die DDR im Jahre 1952 geräumt. Die auf dem jahrhundertealten Hof lebende Familie wurde zwangsausgesiedelt. Auf Initiative des Rhönklubs wurde am 19. Juli 1997 eine Gedenktafel zur Erinnerung an Gereuthhof eingeweiht. Bei der Einweihung waren auch die Enkel der Familie anwesend, die die Zwangssaussiedlungsaktion selbst miterlebt hatte.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(südlich von Helmershausen)
Gereuthhof / Hier stand der Gereuthhof. Im Jahre 1428 / wurde das Anwesen als ,Gerütt' erstmals / erwähnt. 1892 erwarb die Familie Bender / den Hof. – Am 5.6.1952 wurde die Familie / zwangsausgesiedelt und enteignet, alle / Gebäude wurden von den SED-Machthabern / dem Erdboden gleichgemacht. / Hauptvorstand des Rhönklubs
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

19. Juli 1997 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel für den geschleiften Gereuthhof
1952 - Historie
Räumung des Gereuthofes udn Zwangsaussiedlung der dort lebenden Menschen

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016