Berlin, Deutschland

Gedenktafel am Haus der Demokratie

 
Am 1. September 2016 wurde am früheren Standort des Hauses der Demokratie in der Friedrichstraße eine Gedenktafel eingeweiht. DDR-Oppositionsgruppen hatten im Januar 1990 die Friedrichstraße 165 als "Haus der Demokratie" in Besitz genommen. 1998 wurde das Haus aus dem SED-Parteivermögen dem Deutschen Beamtenbund zugesprochen. Der Vertrag mit den Bürgerrechtsbewegungen wurde wegen Eigenbedarf nicht verlängert. Erst nachdem der Beamtenbund mehrere Millionen Mark für den Kauf eines anderen Gebäudes bereitstellte, zogen die oppositionellen Organisationen um. Schon damals gab es eine Verpflichtung für eine Gedenktafel. Erst nach Jahren einigten sich die Stiftung Haus der Demokratie und der Beamtenbund auf eine Inschrift.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(Friedrichstraße 165)
Wir haben, geschlagen wie wir sind, unsere Kraft geschmeckt, die Macht der Menge. / Wir haben einen Staat verschwinden gemacht, wir haben die Ämter geöffnet. / Wir erinnerten uns für einen Moment „der Zukunft”, es hat sie gegeben. // - Volker Braun - // Vom Dezember 1989 bis September 1999 befand sich hier das „Haus der Demokratie”, / Sitz der DDR-Bürgerinnenbewegungen. heute steht das "Haus der Demokratie und Menschenrechte" / in der Greifswalder Straße 4, im Prenzlauer Berg. www.hausderdemokratie.de
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

1. September 2016 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel am Haus der Demokratie
1989 bis 1999 - Historie
Nutzung des Gebäudes als Haus der Demokratie

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Die Berliner Mauer in der Welt, 3. Aufl., Berlin 2021
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Ja
  • Standort: Friedrichstraße 165
  • Stadt: Berlin
  • Ortsteil: Mitte
  • Gebiet: Berlin
  • Land: Deutschland