Berlin, Deutschland

Gedenktafel am ehemaligen Grenzübergang

 
Nach dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 gab es insgesamt acht Grenzübergänge zwischen Ost- und West-Berlin. Einer davon befand sich in der Invalidenstraße. Wie die Grenzübergänge Chausseestraße, Oberbaumbrücke und Sonnenallee war dieser allein West-Berlinern vorbehalten. Bürger aus Westdeutschland und Ausländer durften die Grenze hier nicht passieren. Mit der Verkündung der Reisefreiheit für DDR-Bürger am 9. November 1989 versammelten sich noch am selben Abend auch an der Invalidenstraße Tausende DDR-Bürger, um nach West-Berlin zu gelangen. Unter dem Druck der Massen wurde die Grenzkontrollstelle wenige Minuten vor Mitternacht geöffnet – als letzter der innerstädtischen Übergänge. Auf den Betonplatten des Grenzüberganges und den Straßen der Umgebung wurde der Fall der Mauer gefeiert. Anfang der neunziger Jahre wurde an dieser Stelle die Sandkrugbrücke neu gebaut. In diesem Zusammenhang wurde 1993/94 an der früheren Grenzlinie auf der westlichen Seite ein weißes Betonband in das historische Postament eingefügt. Darin ist in drei senkrechten Zeilen eine Inschrift zu lesen.

Inschriften

Inschrift am historischen Postament
(an der früheren Grenzlinie auf der westlichen Seite ein weißes Betonband)
Grenzübergang / 1961 – 1989 / Invalidenstraße
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Literatur

  • Karwelat, Jürgen: Zwei Ministerien in historischer Umgebung. Die Bundesministerien für Wirtschaft, Technologie und für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen am Invalidenpark in Berlin-Mitte, Berliner Geschichtswerkstatt e. V. 1999

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016