Rieth, Deutschland

Gedenkstein zur Mahnung an die Teilung Deutschlands

 
Das kleine Dorf Rieth liegt direkt an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Bis zur Öffnung der innerdeutschen Grenze befand es sich damit Sperrgebiet. Am 3. Oktober 1990 wurde auf Initiative der beiden Nachbargemeinden Rieth und Zimmerau in Bayern auf dem ehemaligen Grenzstreifen ein Gedenkstein mit einer Inschrift enthüllt. Auf den Tag genau 25 Jahre nach der Grenzöffnung wurde am 16. Dezember 2014 eine neue Informationstafel von der Sulzdorfer Bürgermeisterin Angelika Götz und ihrem Amtskollegen aus Hellingen, Christopher Other, in der Nähe des Gedenksteins enthüllt. Die Tafel wurde von der Gemeinde Sulzdorf finanziert und von dem Kreisheimat- und Archivpfleger im Landkreis Rhön-Grabfeld, Reinhold Albert, gestaltet. Sie informiert über die Geschichte und die Bedeutung der innerdeutschen Grenze.

Inschriften

Inschrift des Gedenksteins
(auf dem ehemaligen Grenzstreifen)
Zur / ewigen Mahnung / an die Teilung unseres / deutschen Vaterlandes / 1945-1990 / Rieth / Zimmerau 3. 10. 1990
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Literatur

  • Schätzlein, Gerhard/Rösch, Bärbel/Albert, Reinhold: Grenzerfahrungen Bayern–Thüringen 1945–1971, Hildburghausen 2001

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016