Wernigerode, Deutschland
Gedenkstein zur Grenzöffnung
Schierke lag jahrzehntelang im DDR-Sperrgebiet an der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland und konnte sich erst nach der Friedlichen Revolution und dem Fall der Mauer 1989 wieder zu der Touristenhochburg entwickeln, die es vor der Teilung Deutschlands einst gewesen war. Bis Ende der 1960er Jahre stand an der Hagenstraße in Schierke ein Gedenkstein für die deutsche Einheit, dessen Reste erst in den 1990er Jahren beim Bau des Kurparkes in Schierke von ABM-Kräften wiederentdeckt wurden. Zum 10. Jahrestag des Mauerfalls wurde am 9. November 1999 ein neuer Gedenkstein im Kurpark eingeweiht. Die Inschrift des alten Gedenksteins konnte mit Hilfe eines Fotos aus dem Jahre 1968 rekonstruiert werden. Auf dem Foto posierten fünf Jungen vor dem Gedenkstein. Drei von ihnen waren bei der Wiedereinweihung des Gedenksteins anwesend. Auf den Findling sind die Reste des alten Gedenksteins angebracht und mit einer Erläuterung versehen worden.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(am Kurpark)
In / Erinnerung / an die friedliche / Grenzöffnung / im November 1989
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
9. November 1999 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins zur Grenzöffnung
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: Kurpark
- Stadt: Wernigerode
- Ortsteil: Schierke
- Gebiet: Sachsen-Anhalt
- Land: Deutschland

