Neumünster, Deutschland
Gedenkstein zur Erinnerung an die deutsche Einheit
Am 3. Juli 1957 weihte der damalige Neuköllner Bürgermeister Kurt Exner in der kreisfreien Stadt inmitten von Schleswig-Holstein ein Berlin-Denkmal ein. Die von dem Bildhauer Georg Fuhg gestaltete Skulptur stellt eine vier Meter hohe Stele dar, die aus aufgeschichteten – in neunzehn Reihen angebrachten – roten Granitsteinquadern besteht. Reliefartig hebt sich auf der nach Westen ausgerichteten Frontseite der Stele eine stilisierte Darstellung des Berliner Wappenbären mit dem darunter aufgetragenen Schriftzug „Berlin“ ab. Anlässlich der Denkmaleinweihung wurde das Areal an der Kreuzung der Bismarck-,Christian- und Goethestraße in „Berliner Platz“ umbenannt.
Gestiftet wurde das Kunstwerk von den – unmittelbar am Platz angesiedelten – AEG-Werken, deren damaliger Direktor Dr. Denk an dem Festakt gemeinsam mit dem ehemaligen Bürgermeister Neumünsters, Walther Lehmkuhl, teilnahm. Die Stele war dem Andenken an die gemeinsame Hauptstadt Berlin gewidmet und sollte der Hoffnung auf ein wiedervereinigtes Deutschland Ausdruck verleihen. Anlässlich der Verwirklichung der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 errichtete die Stadt unmittelbar neben dem Berlin-Denkmal einen Gedenkstein zur Erinnerung an die deutsche Einheit. Seitdem finden an dem tonnenschweren gravierten Findling regelmäßig Gedenkveranstaltungen statt.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(an der Frontseite)
Einigkeit / und / Recht / und / Freiheit / 3. Okt. 1990
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
3. Oktober 1990 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins zur Erinnerung an die deutsche Einheit
3. Juli 1957 - Einweihung
Einweihung des Berlin-Denkmals
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: auf dem Berliner Platz
- Stadt: Neumünster
- Gebiet: Schleswig-Holstein
- Land: Deutschland
