Lübeck, Deutschland
Gedenkstein „Nie wieder geteilt“
Die innerdeutsche Grenze begann im Norden auf der zu Lübeck gehörenden Halbinsel Priwall. Sie erstreckte sich hier als Landgrenze am Ufer der Ostsee und als Seegrenze bis in die Lübecker Bucht hinein. Die in der Lübecker Bucht vorhandene Seegrenze zur DDR hatte eine Länge von 14,9 Kilometer. Über Verlauf und Kennzeichnung einigten sich die beiden deutschen Staaten im Jahre 1974. Pyramidenförmige Richtbaken dienten auf Priwall als Sichtzeichen über je einem Grenzpunkt. Die DDR-Grenzsoldaten beobachteten die Grenze am Strand von einem Turm aus, Kameras überwachten die Schiffe, die im Hafen Travemünde ein- und ausliefen.
Am 3. Februar 1990 wurde Priwall wieder für Fußgänger und Radfahrer zugänglich. Aus diesem Anlass wurde durch den Gemeinnützigen Verein zu Travemünde e.V. ein Gedenkstein mit den Wappen Travemündes und Mecklenburgs errichtet. Am Standort des Gedenksteins wurde die Grenze jedoch erst am 12. April 1990 geöffnet.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(am Ende der Mecklenburger Landstraße)
Nie / wieder / geteilt / 3. Febr. / 1990
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
3. Oktober 1990 - Historie
Öffnung der innerdeutschen Grenze bei Priwall
Literatur
- Hermann, Ingolf/Sroka, Karsten: Deutsch-deutsches Grenzlexikon. Der Eiserne Vorhang und die Mauer in Stichworten, hrsg. vom Bürgerkomitee des Landes Thüringen e. V., Zella Mehlis 2005
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Am Ende der Mecklenburger Landstraße
- Stadt: Lübeck
- Ortsteil: Priwall
- Gebiet: Schleswig-Holstein
- Land: Deutschland
