Wolfen, Deutschland
Gedenkstein „Gegen jede Gewalt“
1924 wurde vor der evangelischen Kirche in Wolfen ein Gedenkstein zur Erinnerung an die Opfer des Ersten Weltkrieges errichtet. 1974 wurde er beseitigt und 1977 auf dem Gelände der damaligen Betriebsberufsschule der Filmfabrik als „Rudi-Arndt-Gedenkstein“ für den 1940 im KZ Buchenwald ermordeten kommunistischen Widerstandskämpfer wieder aufgestellt. 1990 wurde die Tafel auf dem Gedenkstein entfernt.
Eine Schülergruppe befasste sich im Rahmen einer Forschungsarbeit mit der Geschichte des in Vergessenheit geratenen Steines. Die Stadt Wolfen beschloss daraufhin, den Stein mit einer neuen Inschrift zu versehen. Anlass hierfür war der 50. Jahrestag des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953. Der am 17. Juni 2003 vor dem städtischen Kulturhaus neu eingeweihte Gedenkstein soll ein Zeichen gegen jede Form von Gewaltherrschaft setzen und trägt eine Inschrift.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(vor dem städtischen Kulturhaus)
Gegen jede / Gewalt
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Puschkinplatz
- Stadt: Wolfen
- Gebiet: Sachsen-Anhalt
- Land: Deutschland

