Weisen, Deutschland
Gedenkstein für die Opfer von Krieg und Gewalt
Zur Erinnerung an die Opfer der Kriegs- und Nachkriegszeit sollten es bereits 1967 und 1985 Gedenkstein in Weisen errichtet werden. Umgesetzt wurde das Projekt fedoch erst nach der Friedlichen Revolution 1989, denn die DDR lehnte einen solchen Gedenkstein zunächst ab. Zu Pfingsten 1994 konnte schließlich vor der Kirche in Weisen ein Findling eingeweiht werden. Die Initiative ging von Pfarrer Gottfried Winter aus, der von 1964 bis 2002 Pfarrer in Groß Breese war. In das Gedenken sollen neben den Kriegstoten ausdrücklich die Opfer der Nachkriegszeit, wie beispielsweise die Toten der innerdeutschen Grenze, einbezogen werden. Die Namen von 70 Einwohnern des Ortes Weisen, die als Opfer der Kriege und der stalinistischen Gewaltherrschaft gelten, konnten ermittelt und in einem Totenbuch verzeichnet werden. Alljährlich findet am Volkstrauertag eine Gedenkveranstaltung an dem Findling statt.
Inschriften
Inschrift der Gedenktafeln
(auf dem Kirchberg)
Dem Gedächtnis / unserer Brüder / und Schwestern, / die der / Unmenschlichkeit, / dem Krieg, / dem Terror / und der Gewalt / zum Opfer / fielen
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
Mai 1994 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins für die Opfer von Krieg und Gewalt
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Auf dem Kirchberg
- Stadt: Weisen
- Gebiet: Brandenburg
- Land: Deutschland
