Zehdenick, Deutschland
Gedenkstein für die Opfer von Gewaltherrschaft
Im Jahre 1927 wurde bei Ausbauarbeiten des Stadtparks ein 90 Tonnen schwerer Findling entdeckt. Ab 1938 wurde der in „Horst-Wessel-Platz“ umbenannte Ort mit dem Stein von den Nationalsozialisten für Aufmärsche genutzt. Am 1. Mai 1946 bekam der Platz den Namen „Ernst-Thälmann-Platz“, und der Findling erhielt die Inschrift „Für die Opfer des Faschismus / Ernst Thälmann / Vorkämpfer gegen den Faschismus / 18.8.1944“ angebracht. Im Oktober 1992 wurde der Stein von der Stadt Zehdenick umgewidmet und erinnert nun an alle Opfern der Gewaltherrschaft.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(an der Parkstraße)
Nie wieder / Gewaltherrschaft / Den Opfern gewidmet / Okt. 1992
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
Oktober 1992 - Ersetzung
Umwidmung des Gedenkstein zu Erinnerung an die Opfer von Gewaltherrschaft
Literatur
- Dokumentation Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus, Bd. II., hrsg. von der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999/2000
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Parkstraße
- Stadt: Zehdenick
- Gebiet: Brandenburg
- Land: Deutschland
