Wernigerode, Deutschland

Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus

 
Auf Initiative der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e. V. (VOS), Bezirksgruppe Harz-Wernigerode, wurde am 24. März 2001 ein Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus eingeweiht. Die feierliche Enthüllung erfolgte im Beisein von Vertretern verschiedener Opferverbände und der Stadt Wernigerode. Dabei erinnerte Klaus Schmidt, damaliger stellvertretender Bundesvorsitzender der VOS e.V., an all jene Menschen aus Wernigerode, die unschuldig in Lagern des NKWD/MWD oder in Haftanstalten der DDR leiden mussten. Unter dem Vorwurf, NS-Täter oder „Werwolf“ zu sein, wurden sie von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet und nach qualvollen Wochen der Ungewissheit in die sowjetischen Speziallager gebracht. Viele von denen, die verhaftet und oft ohne Gerichtsverhandlung gefangen gehalten wurden, verstarben in den Lagern an Hunger oder Krankheit.

Inschriften

Inschrift des Gedenksteins
(früherer Johannisfriedhof, gegenüber dem Bahnhof)
Gegen das Vergessen / Zum Gedenken der unschuldigen und rechtlosen / Opfer stalinistischer Willkürherrschaft / 1945–1989
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

24. März 2001 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins für die Opfer des Stalinismus

Literatur

  • Wernigerodes Wandel unter den Kommunisten. Ereignisse und Veränderungen in der Kreis-Grafschaft Wernigerode seit 1945 mit historischen Begleitdaten Gesamtdeutschlands, hrsg. on der VOS-Landesgruppe Sachsen-Anhalt, Magdeburg 2002

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016