Berlin, Deutschland

Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus

 
Der erste Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus in Deutschland wurde am 4. November 1951 in West-Berlin enthüllt und trägt eine Inschrift. Errichtet wurde er auf Initiative der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS), die am 9. Februar 1950 in West-Berlin von ehemaligen Gefangenen des Sowjetischen Speziallagers Nr. 7 / Nr. 1 gegründet worden war. Die VOS e.V. setzte sich für die Freilassung der in den Lagern und Gefängnissen der sowjetischen Besatzungsmacht inhaftierten Menschen ein. Von Beginn an sah sie aber auch eine wichtige Aufgabe darin, all derjenigen zu gedenken, die in der SBZ / DDR unschuldig verhaftet worden waren oder Widerstand geleistet haben. Seit der Niederschlagung des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR und in Ost-Berlin hält die VOS e.V. gemeinsam mit Repräsentanten des Berliner Abgeordnetenhauses alljährlich am 17. Juni vor dem Mahnmal am Steinplatz Gedenkveranstaltungen ab. 1953 wurde auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes ein zweiter Stein mit einer weiteren Inschrift errichtet.

Inschriften

Inschrift des Gedenksteins
(auf dem Steinplatz)
Den Opfern / des / Stalinismus
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

4. November 1951 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins für die Opfer des Stalinismus

Literatur

  • Vergeßt uns nicht – wenn auch die Tage wandern und die Jahre. Eine Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der VOS, Berlin 2000

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Nein
  • Standort: Steinplatz / Hardenbergstraße
  • Stadt: Berlin
  • Ortsteil: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Gebiet: Berlin
  • Land: Deutschland