Brandenburg an der Havel, Deutschland

Gedenkstein für die Opfer der sowjetischen Geheimpolizei

 
Im November 2007 wurde auf dem Nikolaiplatz in Brandenburg ein Gedenkstein eingeweiht, der an die Opfer der sowjetischen Geheimpolizei der Jahre 1945 bis 1950 erinnert. Nach dem Zweiten Weltkrieg verhaftete die sowjetische Geheimpolizei NKWD auch hier tatsächliche oder vermeintliche NS-Verbrecher sowie eine große Zahl politischer Gegner des sowjetischen Systems. Oft wurden die Personen willkürlich festgenommen und gefoltert, bis sie Geständnisse ablegten. Die sowjetischen Untersuchungsgefängnisse wurden von der Bevölkerung „GPU-Keller“ genannt. In Brandenburg befand sich ein solcher „GPU-Keller“ in der Neuendorfer Straße 89. Der Gedenkstein erinnert an die Opfer der sowjetischen Geheimpolizei aus Brandenburg an der Havel; insbesondere an diejenigen, die im unmittelbar benachbarten „GPU-Keller“ ums Leben kamen. Unterstützt wurde die Errichtung des Steins von der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG). Der Steinmetz Tobias Fischer fertigte den Gedenkstein aus Granit an. Der Gedenkstein trägt eine Tafel mit Inschrift.

Inschriften

Inschrift des Gedenksteins
(auf dem Nikolaiplatz)
Wider das Vergessen - den Opfern des sowjetischen Geheimdienstes 1945 bis 1950
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

28. November 2007 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins für die Opfer der sowjetischen Geheimpolizei

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Ja
  • Standort: auf dem Nikolaiplatz
  • Stadt: Brandenburg an der Havel
  • Gebiet: Brandenburg
  • Land: Deutschland