Jerusalem, Israel

Gedenkstein für die jüdischen Opfer von Katyń

 
Unter den in den sowjetischen Kriegsgefangenenlagern Koselsk, Starobilsk und Ostaschkow inhaftierten und vom NKWD ermordeten polnischen Offizieren waren auch ungefähr 500 Soldaten jüdischen Glaubens. Für diese jüdischen Opfer Katyńs wurde 1994 im »Wald der Märtyrer« in der Nähe von Jerusalem, dessen sechs Millionen Bäume seit 1951 an die Opfer des Holocaust erinnern, ein eigenes kleines Wäldchen angepflanzt. Dieses »Katyń-Wäldchen« war von der israelischen Sektion der »Katyń-Familie« initiiert worden. Die dazugehörige Gedenktafel in hebräischer und polnischer Sprache, die an einem ca. zwei Meter hohen, unregelmäßig geformten Findling angebracht ist, wurde am 16. Oktober 1994 feierlich eingeweiht. An der Zeremonie nahmen rund 60 Gäste teil, darunter, neben Angehörigen der Ermordeten und Vertretern israelischer Veteranenverbände, ein Botschaftsrat der polnischen Botschaft sowie der Vorsitzende der israelischen Knesset, Szewach Weiss. Während der Einweihungsfeier wurden gemeinsam die Nationalhymnen Polens »Jeszcze Polska nie zginęła« (»Noch ist Polen nicht verloren«) und Israels »Hatikwa« gesungen.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(an dem Findling)
Ku pamięci setek Żydów, oficerów Wojska Polskiego, internowanych w obozach Kozielsk, Starobielsk, Ostaszków, zamordowanych przez NKWD w kwietniu–maju 1940. Rodzina Katyńska
Deutsche Übersetzung:
Zum Gedenken an hunderte Juden, Offiziere der Polnischen Armee, interniert in den Lagern Koselsk, Starobilsk, Ostaschkow, ermordet durch den NKWD im April–Mai 1940. Die Katyń-Familie
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

16. Oktober 1994 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins für die jüdischen Opfer von Katyń

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013