Leitenhausen, Deutschland
Gedenkstein für das geschleifte Dorf Leitenhausen
Im südthüringischen Landkreis Hildburghausen wurden im Rahmen der sogenannten Grenzsicherungsmaßnahmen bis Mitte der 1970er Jahre drei Orte dem Erdboden gleichgemacht: Billmuthausen, Erlebach und Leitenhausen. An das kleine Dorf Leitenhausen erinnern heute nur noch ein Gedenkstein und eine symbolisch aufgestellte Sitzgruppe aus Stein. Die Einwohner der Gemeinde wurden nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 schrittweise zwangsausgesiedelt. Direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gelegen, wurde das Dorf am 27. Mai 1972 eingeebnet. Der am 3. Dezember 1993 errichtete Gedenkstein trägt eine Inschrift.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(an der ehemaligen innerdeutschen Grenze)
1317 / Leitenhausen / 1972
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Literatur
- Gedenkstätte Billmuthausen – ein geschleiftes Dorf, hrsg. vom Förderverein Gedenkstätte Billmuthausen, Hildburghausen 2002
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: zwischen Gompertshausen und Alsleben / Trappstadt
- Stadt: Leitenhausen
- Gebiet: Thüringen
- Land: Deutschland


