Lüneburg, Deutschland
Gedenkstein „17. Juni 1953“
Die Stadt, einst mitten in Deutschland gelegen, wurde mit dessen Teilung zu einem Ort an der Grenze. Das Erlebnis war für die Lüneburger auch mit der Berlin-Blockade verbunden, da von dem ganz in der Nähe gelegenen Faßberg die Flugzeuge zur Versorgung West-Berlins starteten.
Die Erinnerung an die Teilung Deutschlands wurde mit einer Straßenbenennung „Berliner Straße“ in Lüneburg wachgehalten. Anlässlich des 5. Jahrestages des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR wurde am 17. Juni 1958 in Lüneburg zudem ein „Berlin-Stein“ eingeweiht. Die Initiative dafür ergriff das Kuratorium Unteilbares Deutschland, das in zahlreichen Orten der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere in den 1950er und 1960er Jahren, Veranstaltungen am Tag der Deutschen Einheit durchführte und Denkmale setzte. Der ursprünglich in der Schießgrabenstraße eingeweihte Gedenkstein musste wegen Bauarbeiten verlegt werden. Er steht heute an der Kreuzung der Willy-Brandt-Straße / Uelzener Straße. Mit der Straßenbenennung nach dem früheren Regierenden Bürgermeister von Berlin und Bundeskanzler, Willy Brandt, erinnert Lüneburg ebenfalls an dieser Stelle an die deutsche Teilung und Einheit. Bis heute wird am Gedenkstein von zahlreichen Verbänden und Organisationen der Ereignisse des 17. Juni 1953 gedacht.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(an der Kreuzung der Willy-Brandt-Straße / Uelzener Straße)
Zum Gedenken / an den / 17. Juni 1953
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
17. Juni 1958 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins „17. Juni 1953“
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Willy-Brandt-Straße / Uelzener Straße
- Stadt: Lüneburg
- Gebiet: Niedersachsen
- Land: Deutschland

